Aufklärungsbogen Anamnese

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Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, liebe Eltern,

bitte lesen Sie zur Vorbereitung des Aufklärungsgespräches diese Informationen und füllen Sie bitte den beigefügten Fragebogen aus. Danach werden wir mit Ihnen alle Sie/Ihr Kind betreffenden Diagnosen, die medizinischen Möglichkeiten sowie die Erfolgsaussichten und Risiken besprechen. Selbstverständlich haben Sie in diesem Gespräch Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen.

Indikation und Techniken der Manuellen Medizin

Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Beschwerden bei Ihnen/Ihrem Kind auf reversible Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungssystems beruhen. Hinweisende Symptome auf diese Störungen können Bewegungseinschränkungen mit Schmerzen sowie Taubheits- und Kribbelgefühle im Bereich der Wirbelsäule und an Armen und Beinen sein. Bei Störungen im Bereich der Halswirbelsäule können zusätzlich Nackenschmerzen, Seh- und Hörstörungen, Ohrgeräusche, Schluck- und Stimmstörungen, Halsschmerzen, Fremdkörper-, Kloß- und Engegefühle im Hals, Schweißausbrüche und Schlafstörungen auftreten.

Mit den diagnostischen und therapeutischen Verfahren der manuellen Medizin, die auch als Chirotherapie bezeichnet wird, lassen sich Art und Ausmaß der Funktionsstörungen im Bereich des Stütz- und Bewegungssystems feststellen und direkt beheben bzw. ihre funktionellen Folgen mildern.

Die Manuelle Medizin wurde in den letzten Jahrzehnten zu einer wissenschaftlich anerkannten, millionenfach bewährten Methode entwickelt. Wichtigstes Instrument bei dieser Methode sind die Hände des Arztes. Die bewusste und gezielte Mitarbeit des Patienten ist in der Manuellen Medizin von großer Bedeutung, dies gilt insbesondere für die unterstützendenSelbstübungen und verschiedene hysiotherapeutische Maßnahmen.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Methoden und Techniken der Manuellen Medizin.

□ Weichteiltechniken: Drücken (Kompression), Reiben und Dehnen von Muskeln und Sehnen im Bereich von Funktionsstörungen an den Arm- und Beingelenken und der Wirbelsäule.

□ Mobilisation: Handgrifftechnik zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Beweglichkeit von Gelenken durch wiederholte langsame Bewegungen mit zunehmendem Ausmaß (Amplitude).

□ Manipulation: Handgrifftechnik zur Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken an der Wirbelsäule, an Armen und Beinen sowie an den Rippengelenken durch eine rasche, zielgerichtete und meist schmerzlose Bewegung.

□ Neuromuskuläre Behandlung: Bewusstes Anspannen und Entspannen, mit oder ohne Dehnung, zur Behebung von Funktionsstörungen von Muskeln und der Gelenke Falls zusätzlich zur manuellen Behandlung weitere ergänzende medizinische Maßnahmen erforderlich sind, werden Sie darüber gesondert aufgeklärt.

Behandlungsablauf

Der manuellen Behandlung geht stets die Befragung des Patienten auf Vor- und Begleiterkrankungen, die manualmedizinische Untersuchung, sowie – vor allem bei gezielten manuellen Behandlungen an der Wirbelsäule – die Auswertung vorhandener und befundabhängig ggf. auch die Erhebung ergänzender Befunde (z.B. Ultraschall, Röntgen) voraus. Während der Untersuchung teilen wir Ihnen mit, welche manuelle Behandlungstechnik oder anderes Verfahren allein oder unterstützend bei Ihnen als Komplexbehandlung in Betracht kommt, z.B. Krankengymnastik, manualtherapeutische Maßnahmen (beim Physiotherapeuten) oder Massagen, die örtliche Anwendung schmerzlindernder oder schmerzausschaltender Medikamente und physiotherapeutischer Therapieformen, die ergänzende Behandlung mit Medikamenten oder eine Operation (z.B. bei bestimmten Formen und Erscheinungsbildern bei einem Bandscheibenvorfall).

Das für Sie/Ihr Kind (zunächst) vorgesehene Verfahren haben wir im Kästchen angekreuzt:

Zur Durchführung der manuellen Untersuchung / Behandlung sitzen Sie / Ihr Kind oder liegen in einer für den jeweiligen Handgriff geeigneten, möglichst entspannten Position oder werden auf einer Untersuchungs- und Behandlungsliege gelagert.

Wir untersuchen die Wirbelsäule vor der Behandlung mit ausgewählten Handgrifftechniken, stellen den zu behandelnden Abschnitt (Segment) der Wirbelsäule bzw. des Gelenkes an den Extremitäten ein und führen dann eine sog. diagnostischer Probemobilisation durch. Dabei bewegen wir das Segment langsam in Richtung des vorgesehenen Handgriffs an die Barriere des funktionsgestörten Gewebes, ergeben sich keine Anhaltspunkte (Abwehrspannung, Schmerz), die gegen eine Behandlung sprechen, wird bei der Manipulation der therapeutische. Handgriff gezielt mit einer kurzen schnellen Bewegung und mit geringem Kraftaufwand durchgeführt. Das oft hörbare „knackende“ Geräusch gehört zur Behandlung.

Ergeben sich im Verlaufe der Untersuchung Hinweise für eine sog. strukturelle Störung an der Wirbelsäule oder den Gelenken der Extremitäten wird Ihr behandelnder Arzt genau prüfen, ob eine manualmedizinische Behandlung in den betroffenen Segmenten schmerzfrei und erfolgversprechend durchgeführt werden kann. Hier können statt der häufig angewandten Manipulation – neuromuskuläre und/oder mobilisierende Techniken zum Einsatz kommen, um zunächst die oft vorhandene muskuläre Verspannung abzubauen. Ihr behandelnder Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche Erfolgsaussicht die vorgeschlagene Behandlung hat und welchen Beitrag Sie selbst dazu leisten können, so z.B. durch das Vermeiden von Fehlhaltungen beim Sitzen, Stehen oder im Arbeitsprozess mit besonderer Belastung der Wirbelsäule sowie durch die regelmäßigen Eigenübungen (oder z.B. Teilnahme an Rückenschule). Regelhaft benötigt die Behandlung mit manueller Therapie der Ergänzung durch verschiedene Physiotherapieformen, durch medikamentöse Schmerztherapie, durch Umstellung beruflicher und freizeit-(sportlicher) individueller Verhaltensweisen, durch Hilfsmittel und besonders durch die regelmäßige Durchführung geeigneter Eigenübungen.

Risiken der Behandlung

Bei der manualmedizinischen Behandlung an Armen und Beinen können vorübergehend muskelkaterähnliche Beschwerden auftreten. Schwerwiegende Risiken sind nicht bekannt. Trotz aller Sorgfalt kann die Behandlung an der Halswirbelsäule in sehr seltenen Fällen bereits bestehende Einrisse in der Innenwand hirnversorgender Arterien (Dissektionen) verschlimmern. Dies kann in seltenen Fällen zur Folge haben, dass sich Blutgerinnsel von der Gefäßwand ablösen und ein Blutgefäß verschließen (Embolie). Es kann dadurch zu schweren, lebensgefährlichen Hirnschäden und auch zu einer Schädigung des Stammhirns mit bleibenden Lähmungen der Gliedmaßen und anderen dauerhaften Funktionsausfällen kommen.

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass durch eine Manipulation (mit Impuls) an der oberen Halswirbelsäule (sog. Kopfgelenkbereich) Einrisse an den Innenwänden der Arterien nur dann entstehen können, wenn aufgrund der Prädisposition oder bestimmter Vor-Erkrankungen (die Ihr Arzt bei Ihnen abfragen wird) auch alltägliche Belastungen jederzeit zu solchen Einrissen hätten führen können.

Ebenfalls sehr selten wird durch die manualmedizinische Behandlung der Wirbelsäule ein Bandscheibenvorfall oder eine andere bereits bestehende Vorschädigung (Einengungen des Rückenmarkkanals oder von Öffnungen an den Querfortsätzen der Wirbelkörper) verschlimmert. Es kann dadurch zu vorübergehenden, aber auch zu bleibenden Lähmungen, Funktionsstörungen und Schmerzen in Schultern, Beinen und Armen kommen. Bei erkrankten / ausgedünnten Knochen, z. B. einer schweren Osteoporose Knochensubstanzverlust) oder Tumorerkrankungen der Knochen können trotz gebotener Sorgfalt in sehr seltenen Fällen krankhafte Brüche des Knochens erfolgen, mit der seltenen Konsequenz, dass Nerven eingeklemmt werden und vorübergehende oder bleibende Lähmungen entstehen.

Ihr Arzt rät zur manualmedizinischen Behandlung nur dann, wenn der zu erwartende Heilerfolg die Risiken deutlich überwiegt. Um die Behandlungsrisiken weitestgehend zu verringern, fragen wir Sie auf den folgenden Seiten nach Anzeichen für bereits bestehende Vorschädigungen der Halsarterien und Wirbelsäule sowie nach Erkrankungen und Dispositionen, die zu einer Schädigung führen könnten und führen im Anschluss erforderlichenfalls weitere spezielle Voruntersuchungen durch. Bitte beantworten Sie die Fragen sorgfältig, damit wir etwaigen Risiken vorbeugen können, Zutreffendes bitte ankreuzen, unterstreichen oder ergänzen. Bei Bedarf helfen wir Ihnen gerne beim Ausfüllen.

Bitte unbedingt beachten! Sofern ärztlich nicht anders angeordnet!

Sollten Sie/Ihr Kind nach einer manualmedizinische Behandlung irgendwelche Beschwerden oder Missempfindungen haben, teilen Sie diese bitte sofort Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt mit. Nach einer Behandlung an der Halswirbelsäule sollten Sie die Praxis erst nach etwa 15 Minuten. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen


Beginn des Formulares

Ahmet Cetindere
Allgemeinmedizin, ärztl. Osteopathie, Chirotherapie
NHV, Akupunktur, Balneologie, Palliativmedizin
Bahnhofstr.8
31707Bad Eilsen
05722-85114 05722-981420


Aufklärung & Einwilligungserklärung Manuelle Medizin / Chirotherapie

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Im Vorfeld haben wir ausführliche Informationen im Rahmen der individuellen Patientengeschichte (sog. Anamnese) und der Familie (sog. Familienanamnese) erfragt. Im Rahmen der allgemein ärztlichen sorgfältigen Diagnostik, der fachärztlich orthopädischen Diagnostik sowie der manualmedizinischen Diagnostik haben wir Befunde in Ihrer

Anwesenheit erhoben, und diese miteinander sorgfältig besprochen. Sie haben uns ggfs. Ihnen vorliegende Fremdbefunde / Berichte zur Verfügung gestellt und auch diese sind im Kontext Ihres allgemeinen und aktuellen Befundes berücksichtigt worden.

Das Vorliegen familiärer / genetischer Erkrankungen insbesondere Marfan-Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom, Osteogenesis imperfecta, Morbus von Recklinghausen, fibromuskulärer Dysplasie und einer polycystischen Nierenerkrankung haben wir durch eine sorgfältige Familienanamnese und den Ausschluss individueller Stigmata ausschließen können. Vor jeder Therapie verlangt die aktuelle Rechtsprechung eine „offene und schonungslose“ Aufklärung über die Risiken einer jeden Behandlung. Auch sehr seltene Risiken und die möglichen Folgen einer Behandlung sollen im sog. Aufklärungsgespräch behandelt werden. In diesem Gespräch haben wir neben den Risiken auch Vor- und Nachteile der geplanten Behandlung sowie mögliche therapeutische Alternativen erörtert.

Welche Voruntersuchungen sind nötig?

Die bereits erfolgten und / oder ggfs. noch folgenden eingehenden und sorgfältigen Untersuchungen dienen der Erhebung eines detaillierten Befundes und dem Ausschluss von Hinderungsgründen für eine manualmedizinische / chirotherapeutische Behandlung (sog. Kontraindikation). Ggfs. haben wir anhand einer eigens angefertigten Röntgenaufnahme oder anhand uns vorliegenden Röntgenfremdbefunden zusätzliche Erkenntnisse gewinnen können, die uns Aufschluss über Ihre individuelle Anatomie und die funktionsmorphologischen Besonderheiten gegeben haben.

Was ist Manuelle Medizin / Chirotherapie?

Die ärztliche Manuelle Medizin beschäftigt sich mit der Befunderhebung und Behandlung am Bewegungssystem des Menschen. Durch Tasten, Fühlen, Bewegen werden sog. Muskelverspannungen, Haut- und Unterhautverquellungen, Irritiationspunkte, Fehl- und Minderfunktionen von kleinen und großen Gelenken und der Wirbelsäulengelenke (sog. Blockierungen) festgestellt. Diese manualmedizinischen Befunde haben wir in Relation zu den individuellen Beschwerden / Beobachtungen gesetzt, eine ärztliche Diagnose gestellt und ein manualmedizinisches Behandlungskonzept mit Ihnen besprochen. Die manualmedizinische Therapie zielt auf die Wiederherstellung sowohl der Gelenkfunktion, als auch der Wiederherstellung der Funktion des Nervensystems im Rahmen eins neurophysiologischen Gesamtkonzeptes. Die Therapie korrigiert die Funktionsstörung, hat das Ziel die physiologische Gelenkbeweglichkeit herzustellen und ermöglicht damit durch Normalisierung mechanorezeptiver und nozizeptiver Signale eine Rückkehr zu gesunder, neurologischer Funktion auf segmentaler und globaler Ebene. Funktionsstörungen können an allen Abschnitten der Wirbelsäule und auch an den großen und kleinen peripheren Gelenken vorkommen

und mit der Hand (manuell), mit speziellen Instrumenten, oder unter Zuhilfenahme spezieller Behandlungstische behandelt werden. Hierzu werden mobilisierende und manipulierende Techniken angewendet.

Die Behandlung unter Anwendung manueller Techniken gehört zu den risikoärmsten Therapien in der Medizin. Risiken ergeben sich, wie bei fast allen medizinischen Eingriffen, aus zuvor nicht erkannten Grunderkrankungen, die für sich und in Kombination mit der Behandlung ernsthafte Komplikationen zur Folge haben können.

Für die Behandlung an der gesamten Wirbelsäule sind dies insbesondere:

- unerkannte, sog. klinisch stumme, Bandscheibenvorfälle, die durch die Behandlung symptomatisch werden können und neurologische Symptome (im schlimmsten Fall periphere Lähmungen) zur Folge haben können.

- unerkannte, sog. klinisch stumme, Gefäßeinrisse der hirnversorgenden Gefäße, die durch die Behandlung symptomatisch werden können und neurologische Symptome (im schlimmsten Fall zentrale Lähmungen) zur Folge haben können.

- unerkannte, sog. klinisch stumme, Tumore, Entzündungen, Fehlbildungen, Frakturen, die durch die Behandlung erst symptomatisch werden können.

Was sind die Alternativen? Gibt es andere Behandlungsmethoden?

Funktionsstörungen an der gesamten Wirbelsäule sowie den kleinen und großen peripheren Gelenken können auch durch physiotherapeutische, osteopathische und andere Maßnahmen sowie durch andere (nicht ärztliche) Berufsgruppen erfolgreich behandelt werden. Manualmedizinische Therapie und andere (ärztliche und nicht ärztliche) Behandlungen schließen sich nicht aus und können ggfs. sinnvoll kombiniert werden um das individuell beste Behandlungsergebnis zu erreichen.

Worauf ist nach der Behandlung zu achten?

Sie sollten sich nach einer Behandlung noch gute 20 Minuten in der Praxis aufhalten. Sollten bei Ihnen im Anschluss an die Behandlung Schmerzen, Schwindel, Verhaltensauffälligkeiten oder eine unerklärliche Müdigkeit auftreten informieren Sie uns bitte unverzüglich. Bei Auftreten Ihnen unklarer Auffälligkeiten nach Verlassen der Praxis informieren Sie uns bitte ebenfalls unverzüglich. Sollten wir nicht erreichbar sein und Ihnen die Auffälligkeiten erhebliche Sorgen bereiten kontaktieren Sie bitte den ärztlichen Notfalldienst oder suchen die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.

Über die geplante manualmedizinische Behandlung hat mich Herr Ahmet Cetindere in einem Aufklärungsgespräch ausführlich und allumfänglich aufgeklärt.

Dabei konnte ich alle mir wichtig erscheinenden Fragen über Art und Bedeutung der Behandlung, über allgemeine und spezielle Risiken und mögliche Komplikationen stellen. Behandlungsalternativen wurden mir ebenfalls erläutert.

Ich habe keine weiteren Fragen und bin in verständlicher Form und umfassend informiert.

In die vorgeschlagene manualmedizinische / chirotherapeutische willige ich hiermit nach angemessener Bedenkzeit ein.

Ich versichere, dass ich den Text und die Fragen gelesen und auch verstanden habe. Die Antworten habe ich richtig eingegeben.

Arztpraxis Ahmet Cetindere | Bahnhofstraße 8 | 31707 Bad Eilsen
Aktuell: März 2026

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